Nach einer neuerlichen Eskalation der Gewalt in der Somalischen Hauptstadt Mogadischu sind innerhalb einer Woche rund 8000 Menschen aus der Stadt geflohen.

Tausende fliehen aus Somalia – UNHCR fordert Hilfe

Halkaan ka akhri

Nach einer neuerlichen Eskalation der Gewalt in der Somalischen Hauptstadt Mogadischu sind innerhalb einer Woche rund 8000 Menschen aus der Stadt geflohen.

Das Flüchtlingselend in dem Land am Horn von Afrika drohe sich damit weiter zu verschärfen, warnte einer Sprecherin des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) am Freitag in Mogadischu.

In Somalia leben bereits mehr als eine Million Menschen in Flüchtlingslagern, rund 700.000 waren allein im vergangenen Jahr aus Mogadischu geflohen. Die angespannte Sicherheitslage erschwere die Versorgung der neuen Flüchtlinge, sagte UNHCR-Sprecherin Catherine Weibel.

Anfang April war in der nordsomalischen Provinz Puntland eine 30-jährige Wiener UNHCR-Mitarbeiterin nur knapp dem Tod entkommen. Sie geriet mit ihrem Wagen in einen Hinterhalt und wurde beschossen.

UNHCR und das Welternährungsprogramm (WFP) forderten am Freitag in Nairobi mehr internationale Hilfe für die somalischen Flüchtlinge in Kenia.

“Die Bedingungen in Somalia haben sich in den vergangenen Monaten furchtbar verschlechtert, und die Menschen, die die Grenze nach Kenia überqueren, sind verzweifelt und brauchen sofortige Unterstützung”, sagte eine UNHCR-Vertreterin in Kenia. In diesem Jahre rechnet UNHCR mit etwa 40.000 neuen Flüchtlingen aus Somalia.

In Somalia herrschen seit 1991 Chaos, Gewalt und Bürgerkrieg. Nach dem Sturz der Union der islamischen Gerichte Anfang 2007 führen islamische Rebellen einen erbitterten Guerillakrieg gegen die Truppen der Übergangsregierung und ihre äthiopischen Verbündeten.

Source Die Presse

SomaliSwiss@hotmail.com

 

 

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